Bin ich depressiv?

Aktualisiert: Mai 21

Das klingt jetzt sehr reißerisch sowie effekt- und klickhaschend, also ganz BILD-Style-Manier. Und doch ist diese Frage eine ernst gemeinte: von mir an mich. Fassen wir einmal kurz das Bild zusammen, das die Außenwelt von mir zu haben scheint. Eines, das, den Umständen entsprechend, dass ich natürlich nicht mit meinen Gefühlen hausieren gehe, doch sehr oberflächlich ist und keineswegs in die Tiefe geht. Eines, das ich so nicht kommunizieren möchte und es dennoch irgendwie tue. Einfach deshalb, weil der Mensch per se anscheinend gerne sein Gegenüber überstilisiert – entweder, um sich selbst kleiner machen zu können (dieser Masochismus scheint wohl in unserer Natur zu liegen, schließlich können wir im Selbstmitleid sehr wohl entspannen und loslassen) oder: um sich ein Vorbild heranzuziehen. Jemanden, der einem sagt: "Siehst du, ich habe es geschafft – und du wirst das auch tun. Ich nehme dich an der Hand und zeige dir, wie es funktioniert."


Also, hier nun das Bild, das ich nach außen hin abgebe und das mir oft widergespiegelt wird:


  1. Ich bin Ina.

  2. Ich habe mich schlussendlich selbst von meiner Essstörung geheilt.

  3. Ich praktiziere täglich Yoga.

  4. Ich meditiere täglich.

  5. Ich lebe vegan.

  6. Ich bevorzuge existentialistische Literatur und Filme.

  7. Ich bin selbstständige Texterin.

  8. Ich habe einen Jugendroman geschrieben, der im Herbst veröffentlicht wird.

  9. Ich schreibe einen Blog.

  10. Ich schreibe zur Zeit meinen zweiten Roman.


Uääääääääääh. Ich könnte jetzt so weitermachen, müsste mich dann aber sehr wahrscheinlich – und spätestens bei Punkt 15 angekommen – übergeben. Mein Gott, was hört sich das alles überirdisch an. Als wäre ich jemand, der fortwährend in einem gold-gelb strahlenden Licht, milde lächelnd natürlich, mit sachtem Schritt spazieren geht und ab und zu nach rechts und links nickt, um seiner Umwelt etwas von der Energie mit auf den Weg zu geben, die in ihm steckt. Überraschung: So ist es nicht.


Wie es wirklich ist:


  1. Ich bin Ina. Und wer das ist, weiß ich meistens selbst nicht so genau. Ja, ich versuche mich täglich mit meinem inneren Kind zu verbinden, zu fragen, wie es ihm geht und was ich für es tun kann ... aber ganz oft gelingt mir das nicht. Weil der (Pandemie-) Alltag mit zwei kleinen Kindern und Selbstständigkeit sehr anstrengend ist. Weil ich mich manchmal selbst blockiere und gar nicht wirklich an mich heranwill aus Angst davor, etwas zu finden, wonach ich nicht gesucht habe und was mir mein Leben noch anstrengender machen würde. Natürlich gibt es auch Phasen, in denen alles gefühlt wie geschmiert läuft. Das ist leider aber auch häufig vom Außen bestimmt: eine gute Nachricht, gut gelaunte Kinder, Erfolg im Beruf, ein wunderbares Gespräch mit meiner besseren Hälfte. Läuft es einfach mal "nur so", wird es schon schwerer, die Leichtigkeit und das Vertrauen ins Leben aufrecht zu erhalten.

  2. Ich habe mich selbst von meiner Essstörung geheilt. Und das ist einfach nur der Wahnsinn. Ja, darauf bin ich tatsächlich sehr stolz. Aber es heißt nicht, dass ich deshalb überhaupt keine Themen mehr mit dem Essen habe. Denn: Leider habe ich auch eine starke Endometriose und lebe mit Morbus Crohn. Da ist Schmerz und entsprechend auch die Frage nach der Ernährung einfach vorprogrammiert. Zur Zeit ist es so, dass ich ab dem Nachmittag einen sehr unangenehmen und für mich überdimensionalen Blähbauch (Endobelly) bekomme. Im letzten Sommer war ich deshalb von Hü nach Hott gelaufen und hatte von Ultraschall über MRT und Darmspiegelung – mal wieder – alles über mich ergehen lassen. Das Resultat wie beschrieben: starke Endometriose, Wasser im Bauch, leicht aktiver Crohn. Was also konnte ich tun, wenn Medikamente entweder nicht helfen konnten oder der Entzündungsgrad für weitere Immunsuppressiva zu niedrig war? Ganz genau: Mich entspannen, nicht stressen lassen und ... auf meine Ernährung achten. Herzlichen Glückwunsch. Das hatte ich bis zum frühen Winter ganz toll in den Griff bekommen – und jetzt ist es wieder soweit. Und es ist nicht leicht. Wenn ich esse, kommt der Bauch. Wenn ich nicht esse, fühle ich mich wieder essgestört, was viel, viel schlimmer ist. Also esse ich und versuche, einen Mittelweg zwischen "auf meine Ernährung achten" und "Ich esse verdammt nochmal was ich will" zu finden. Meist geht die Tendenz zu letzterem, was natürlich Auswirkungen auf meine körperliche Befindlichkeit hat. Aber es wird schon werden ... ganz bestimmt.

  3. Ich praktiziere täglich Yoga. Auch darauf bin ich stolz und es hilft mir ungemein, um immer wieder runterzukommen und mir wirklich Zeit für mich zu nehmen. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass ich während meiner Essstörung Yoga sozusagen "missbraucht" hatte. Ich hatte es ausschließlich dazu genutzt, meinen Körper zu stählern und meinem Perfektionswahnsinn entgegenzukommen. Während meiner Recovery musste ich das Yogieren also gänzlich sein lassen. Ich wollte absolut nichts tun, was mich auch nur auf irgendeine Mini-Art und Weise in die rigide Richtung zurückführen könnte. Seit letztem November praktiziere ich wieder. Allerdings so ganz anders, als die Jahre 2011 bis 2018: Ich höre ganz und gar auf meine Stimmung. Deshalb kommt es auch vor, dass ich fünf Tage hintereinander nur für zehn Minuten stretche und mich in der Haltung des Kindes überglücklich fühle. So viel zu: Sie praktiziert täglich Yoga!

  4. Ich meditiere täglich. Und das klappt mal mehr, mal weniger gut. Manchmal schaffe ich gerade einmal eine kurze Gehmeditation als Podcast während des Hundespaziergangs. Und selbst dann bin ich mit meinen Gedanken oft weit, weit weg. Manchmal aber drängt es mich, und ich ziehe mich für eine halbe Stunde völlig zurück, um mit Atemtechnik und geleiteter Meditationsstimme eine Reise zu mir selbst zu machen. Tue ich das, passiert es auch hin und wieder, dass Emotionen hochkommen, die ich den Tag über in mir getragen und von denen ich nichts geahnt hatte. Dann weine ich ... und anschließend ist alles gut. Es ist aber sicherlich nicht so, dass ich jeden Morgen im Yogisitz auf dem Teppich sitze und für gefühlte Stunden einfach nur meditiere und an nichts als an meinen Atem denke. Sicher nicht.

  5. Ich lebe vegan. Oh Gott, jetzt ist es raus. Also gut, ja, ich stehe dazu. Ich lebe seit fünf Monaten vegan. Und jetzt kommt der hochgehobene Zeigefinger: Wenn ich auch nur eine von euch erwische, wie sie jetzt darüber nachdenkt, vor oder während der Recovery auch vegan zu werden, dann komme ich euch da rüber und versohle euch den Hintern. Denn: Vegan kannst du nur sein, wenn du nicht (mehr) essgestört bist. Davon bin ich fest überzeugt. Deshalb konnte ich auch nur aus rein ethischen Gründen vegan werden – für die Zukunft meiner Kinder. Aber ich weiß, dass diese Art von Ernährung sehr, sehr triggert in puncto Restriktion. Es gab auch eine Zeit vor meiner Recovery, in der ich vegan lebte einzig und alleine deshalb, weil meine Essstörung der Meinung war, dass diese Art von Ernährung ganz prima für mein schlankes Ich ist. Ich kann dir versichern: Dieses krankhafte Denken führt dich von der Magersucht oder Bulimie in die Orthorexie – und wieder zurück zu Magersucht und Bulimie. Vegan sein heißt, auf tierische Produkte zu verzichten den Tieren zuliebe, nicht deiner perfekten Figur zuliebe. Warst du also schon vor der Essstörung vegan: Go on for it! Wenn nicht, so rate ich dir stark davon ab. Iss' dich gesund ... und dann tue, was auch immer du möchtest. Aber bitte, bitte erst dann. Ansonsten darfst du dir gleich meinen Blogartikel zur Quasi-Recovery durchlesen.

  6. Ich bevorzuge existenzialistische Literatur und Filme. Und das alleine macht mich sicherlich nicht zu einem intellektuellen und intelligenten Menschen. Vielmehr zeigt es, dass jeder eine ganz bestimmte Neigung hat. Als Hochsensible geht meine also eher in die tiefenpsychologische Richtung und die Frage nach dem Warum. Weil ich tendenziell aber immer noch Probleme habe, meinen Perfektionismus abzulegen, fällt es mir schwer, mich auch mal mit "seichter" Kost abzulenken, was ich natürlich auch oft tue. (Ich war schon während meines Studiums der Filmwissenschaft eine der einzigen, die wochentäglich Punkt 18 Uhr in ihrer Studentenbutze gesessen und Verbotene Liebe angeschaut hatte. Also ausnahmsweise mal kein Hitchcock, Welles, Scorsese oder Almodóvar.) Das heißt aber nicht, dass ich mich dabei gut fühle. Im Gegenteil: Ich fühle mich danach sehr oft sehr leer und vor allem faul, weil ich mich ja nicht "weitergebildet" habe. Warum macht Mensch sich das Leben nur selbst so schwer? Verrückt.

  7. Ich bin selbstständige Texterin. Und das schon seit elf Jahren. Wie es dazu kam, ist eine wilde Geschichte. Sagen wir es so: Recht selten ist ein beruflicher Lebensweg stringent, wenn man sich für die Philologie (in meinem Fall die Theater- und Filmwissenschaft) im Studium entscheidet. Wie auch immer, dieses Zickzack als "Erfolg" anzusehen, fällt mir heute noch relativ schwer. Und ja, es fällt mir auch schwer, meine Selbstständigkeit als erfolgreich zu bezeichnen. Dabei kann ich mich durchaus selbst ernähren – und zwar nicht existenzminimalistisch. Es gibt Wochen, in denen ich nicht weiß, wie ich all' die Aufträge unter einen Hut bekommen soll und es gibt Wochen, in denen nicht viel passiert. Das ist völlig normal. Und auch wenn mir die letzten elf Jahre ganz klar gezeigt haben, dass es immer weitergeht und ich am Ende des Jahres immer eine vorzeigbare Einkommen-Überschuss-Rechnung habe, so komme ich immer und immer wieder in die Existenzangst. Was auch deshalb völliger Humbug ist, weil ich mit einem Mann verheiratet bin, der auch Geld verdient. Dennoch: Die Gefühle sind da und es ist jedes Mal ein Kraftakt, mit ihnen zu arbeiten und sich gut zuzureden. Jedes fucking Mal!

  8. Ich habe einen Jugendroman geschrieben, der im Herbst veröffentlicht wird. Das hört sich großartig an und wenn ich mir überlege, dass ich mir immer gewünscht hatte, einen Roman zu veröffentlichen, dann klingt das nach der Erfüllung dieses Traums. Das Problem ist: Es fühlt sich nicht so an. Denn natürlich kommen auch hier meine Klein-Ina-Schatten-Gedanken à la "Ich bin nicht gut genug" und "Ich mache sowieso immer alles falsch" zum Vorschein. Es fällt mir schwer, zu glauben, dass es junge Menschen gibt, die diesen Roman lesen werden. Zu glauben, dass das, was ich da fabriziert habe, von Wert ist. Noch dazu kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Roman so vermarktet wird, dass er wirklich Erfolg auf dem Buchmarkt haben wird. Ein etwas irrer Gedankengang, nimmt er doch die Verantwortung von mir und meinen Worten und überträgt sie auf den wunderbaren kleinen Verlag, den ich gefunden habe. Und das, obwohl ich an meiner Schreibkunst zweifle. Sowas von quer, verrückt und wohl auch gemein! Also auch hier: Harte Arbeit. Tägliche Motivationsleistung in puncto Vertrauen in das Leben und die Zukunft. Und geben wir unsere Zukunft nicht durch unsere Gedanken- und Gefühlswelt vor? Also lieber positiv denken, damit auch alles gut wird. Uff, wie anstrengend.

  9. Ich schreibe einen Blog. Das tue ich, um dir zu helfen. Und jedesmal, wenn ich eine Nachricht bekomme, freue ich mich so sehr, dass ich dieses Ziel tatsächlich immer und immer wieder zu erreichen scheine. Dennoch reicht es mir nicht. Ich weiß auch nicht genau, warum. Ich möchte mehr. Aber ich habe keine Zeit und vor allem: keine Idee, wie dieses "Mehr"aussehen kann. Das ist sicherlich auch ein großes Problem von Hochsensiblen – sie möchten gerne die Welt retten. Geht aber nicht. Und das frustriert ungemein. Ich muss mich also damit zufrieden geben, dass ich "nur" Blogartikel schreiben kann, denn zu mehr reicht meine Zeit und vor allem auch meine emotionale Konstitution nicht aus. Jemanden auf diesem so schweren Weg persönlich zu begleiten ist unglaublich anstrengend, eine professionelle Abgrenzung ist da unumgänglich. Die aber habe ich nicht, weil ich keine professionelle Dienstleistung anbiete, für dich ich Geld nehme und die ich somit auch als "Beruf" nach getaner Arbeit in die Schublade stecken kann. Ich muss mich also mit dem zufrieden geben, was ich tue: Ich schreibe ab und zu einen Blogbeitrag und bekomme dafür ab und zu eine Rückmeldung, die mir wiederum den Sinn des Ganzen widerspiegelt. Mehr kann und darf ich nicht verlangen. Klingt alles in allem auch nicht wirklich sexy, ich weiß.

  10. Ich schreibe zur Zeit meinen zweiten Roman. Und auch hier: Mein Gott, was klingt das groß. Ist es aber nicht. Ich schreibe, wenn ich getrieben von der Hoffnung, dass ich irgendwann einmal mein Geld mit meinen Worten verdiene, die nicht getextet, sondern geschrieben sind. Kurz: Dass ich von der Werbetexterin zur Schriftstellerin werde. Dieser Traum lässt natürlich auch großem Druck freien Raum. Es kommt also immer wieder zu "Schreibblockaden", in denen ich mich nicht traue, mich weiterhin mit meinem Roman zu beschäftigen. Tue ich es dann doch, geht es mir gut – allerdings nehme ich mir damit auch die Pausen vom Leben, die ich dann doch ab und zu bräuchte. Habe ich keine Pausen, bin ich noch gestresster, bin ich noch gestresster, spielt mein Körper verrückt. Spielt mein Körper verrückt, spiele ich verrückt und bin noch gestresster. Da beißt sich also die Katze in den Schwanz. Du siehst: Auch hier kein heiterer Sonnenschein. Hinzu kommt selbstverständlich auch hier die Angst, nicht gut genug zu sein und für die Tonne zu schreiben, meine wertvolle Zeit also zu vergeuden.


Ja, so sieht es momentan in mir aus. Das ist das Bild, das ich zur Zeit von mir habe. Dieses Bild verändert natürlich – mal täglich, mal wöchentlich, mal monatlich – die Farbe: von grau zu farbenfroh und wieder zurück. Heute ist es (und hier kommen wir zur Überschrift dieses Artikels) doch arg gräulich und eine Stimme in mir ist fest davon überzeugt, dass ich depressiv bin. Mein gesundes Ich lenkt hier sofort ein und spricht von einer depressiven Verstimmung, die wohl jeder von uns ab und zu hat. Und die Mensch vor allem dann hat, wenn er inmitten einer Pandemie steckt und seit über einem Jahr einen Mordsalltag hat. Hier kommen wir zum Punkt.


Sei gut zu dir und akzeptiere die Phasen, in denen es dir nicht gut geht.


Es gibt Momente in unserem Leben, in denen es uns verdammt nochmal beschissen geht. Und es kann sogar sein, dass es für diese Gefühlslage auch keine konkreten Auslöser gegeben hat. Vor allem du, die du noch essgestört bist oder du, die du gerade mitten in der Recovery steckst, wirst diese psychische Konstitution kennen, in der es sich so anfühlt, als würde eine tonnenschwere schwarze Decke auf dir liegen, unter der du dich nicht bewegen kannst und die dir das Atmen sehr, sehr schwer macht. Fakt ist, dass diese Phasen meist ausschließlich von unseren Gedanken beeinflusst werden. Sie kreisen erst über und dann in uns und fühlen sich an wie ein Sog, der uns in die Tiefe zieht. Sie zu stoppen ist so unglaublich schwer.


Alles, was da hilft, ist immer und immer wieder laut "Stop!" zu sagen und: Pausen zu machen.


Pausen sind so unfassbar wichtig in unserem Leben. Sei es ein Spaziergang, eine Tasse Tee ohne Umwelteinflüsse, ein Nickerchen oder ein frühes Ins-Bett-gehen. Ich selbst bin in dieser Hinsicht auch nicht immer Vorzeigepersönchen, ich gebe es zu. Ich fühle mich oft getrieben und anstatt freie und wertvolle fünf Minuten für mich zu nutzen, fange ich gerne an, zu staubsaugen. Die Hundehaare müssen ja weg und wenn sie dann weg sind, fühle ich mich auch tausendmal besser. Versprochen. So ein Quark! Aber: Auch ich gebe mir Mühe.


Jetzt zum Beispiel staubsauge ich nicht, sondern schreibe, weil ich so meine freie Zeit verbringen möchte. Ich möchte ehrlich sein und dir mitteilen, wie es mir (gerade) geht, damit du siehst, dass das völlig normal ist – und das du nicht unnormal bist, wenn nicht immer alles wie am Schnürchen läuft ... und zwar ganz unabhängig von deiner Essstörung, Recovery or whatsoever.


Ich bin übrigens froh darüber, dass immer mehr Celebrities ehrlich und aufrichtig darüber sprechen, welche Probleme sie so im Leben hatten und haben. Erst vor Kurzem hat sich Nora Tschirner geöffnet und von ihrer Depression berichtet (schon erstaunlich, dass so oft die lustigsten und herzlichsten Menschen an Depressionen leiden). Sogar die Fitnessbloggerin Sophia Thiel (die ich bis vor drei Wochen gar nicht kannte, die mir aber auf Youtube angezeigt worden ist und die ich anschließend tatsächlich googeln wollte) spricht über ihre Essstörung. Dass sie jetzt schon ein Buch über die Heilung dieser geschrieben hat, finde ich persönlich etwas befremdlich. Hat sie doch letztes Frühjahr erst mit einer Therapie begonnen. Nichtsdestotrotz, jeder hat seinen ganz eigenen Weg, mit einer solchen Geschichte umzugehen und ich wünsche ihr von Herzen, dass sie es wirklich geschafft hat, in dieser kurzen Zeit zu genesen.


Dir wünsche ich, dass du dich genau so akzeptierst, wie du bist – mit all' deinen Höhen und Tiefen. Dass du verstehst, dass das Leben nicht immer rosig ist, auch nicht, wenn du irgendwann gesund sein wirst. Bleib' bei dir. Sei gut zu dir. Und genieße jede Sekunde, in der du dich einfach nur gut fühlen kannst. Sei dankbar für das, was du hast. Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück.